Entwurf eines Hospiz- und Palliativgesetzes: Auswirkungen auf die Region Augsburg!?

Fachgespräch mit dem AHPV, Ulrike Bahr und Helga Kühn-Mengel

09. Juli 2015

Niemand redet gerne über das Thema Sterben. Die Politik hat sich jedoch dazu entschieden, sich dieses vielschichtigen Themas anzunehmen und es in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist das geplante Hospiz- und Palliativgesetz.

Der Verein Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung lud am 09. Juli zu einem Fachgespräch ein. Auf Initiative von Ulrike Bahr, der SPD-Walkreisabgeordneten der Stadt Augsburg, nahm auch die Abgeordnete Helga Kühn-Mengel als Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für die Hospiz- und Palliativversorgung an dieser Veranstaltung teil. Der Schwerpunkt in diesem Gespräch lag auf dem Regierungsentwurf für ein neues Hospiz- und Palliativgesetz. Zielsetzung des Austausches zwischen Politik und Praxis war es, den derzeitigen Gesetzentwurf kritisch zu hinterfragen und die Auswirkungen für den Raum Augsburg festzustellen.

Schwerpunkte des Gesetzes liegen auf dem flächendecken Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in strukturschwachen und ländlichen Regionen, der Vernetzung zwischen den an der Versorgung beteiligten Akteuren und die Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen. Hauptkritikpunkte des Augsburger Hospiz- und Palliativverbandes waren fehlende Mindestanforderungen an einheitliche Qualitätsstandards oder die teilweise zu vagen Formulierungen. Zudem stellten sie die Forderungen nach einem eigenständigen Paragraphen für die allgemeine ambulante Palliativversorgung sowie nach einem Palliativbeauftragten im Bereich der stationären Pflegeeinrichtungen.

Das Hospiz- und Palliativgesetz stellt einen wichtigen Schritt dar, um jeden einzelnen am Ende seines Lebens in seinen Wünschen und Ängsten ernst zu nehmen und ihm ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Bereits die Begründerin der Hospizbewegung Cicely Saunders betonte, Hospizarbeit bedeute „nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“.

Eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema Sterbebegleitung, aber auch Sterbehilfe, findet am Dienstag, 14. Juli, 18.30 Uhr, in der Neuen Stadtbücherei statt. Zu Gast sind Kerstin Griese, MdB und Vorsitzende des Ausschuss Arbeit und Soziales sowie ärztliche und hospizliche Experten. Thema: In Würde leben, in Würde sterben – Ethische und rechtliche Aspekte von Sterbebegleitung und Sterbehilfe

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